Charaktere

An unseren Veranstaltungen nehmt ihr mit einem von euch selbst geschriebenen Charakter teil.

Hierzu sind lediglich drei Bedingungen zu erfüllen:

  1. Euer Charakter ist eine Hexe oder ein Zauberer aus Deutschland. Andere Nationalitäten sind mit einer guten Begründung und in Absprache mit der Orga möglich, sollten aber logischerweise nicht die Regel sein.
  2. Jeder Charakter muss zwei „Dunkle Geheimnisse“ haben, die ihr uns in eurem Charakterbogen mitteilt. Das kann alles mögliche sein und ist euch überlassen. Mehr Infos bzw. Leitfragen dazu findet ihr im Anmeldebogen.
  3. Rechtsextreme Charaktere bzw. Charaktere mit antisemitischen Ansichten oder direkte Mitglieder der Führungsriege des Regimes sind verboten und dürfen bei uns nicht gespielt werden.

Das Anmeldeformular führt euch mit Fragen zu verschiedenen Aspekten durch eure Charaktererstellung. Ihr müsst nicht alle Aspekte davon bearbeiten, aber ihr solltet euch schon ein paar Gedanken zu eurem Charakter machen, denn unsere Veranstaltungen sind auch auf das Ausspielen eurer Charaktere ausgelegt.

Da das Erstellen eines Charakters meist etwas Zeit braucht, könnt ihr euch auch erst einmal OT mit dem entsprechenden Anmeldeformular, das ihr hier findet, anmelden und euren Charakter nachreichen. Da wir versuchen, die Charaktere zu verknüpfen, solltet ihr mit eurer Charaktererstellung aber nicht allzu lange warten.

Die Ausbildung

Jede Hexe und jeder Zauberer hat, wenn er oder sie nicht gerade einen privaten Lehrmeister gehabt hat, irgendwo seine schulische Ausbildung absolviert und Zaubern gelernt. Wir kooperieren zu diesem Aspekt mit dem JWA-LARP e.V., die die Johann-Weyer-Akademie entwickelt haben. Heute ein Institut für magische Erwachsenenbildung und die Ausbildung von spätberufenen Hexen und Zauberern, war die JWA in den 40ern noch eine klassische Schule für junge Hexen und Zauberer. Es gibt aber auch noch andere deutsche (oder auch ausländische) Schulen, auf denen euer Charakter das Zaubern erlernt haben kann. Diese findet ihr hier im WizardWeb des JWA-LARP e.V. bzw. in den einschlägigen Harry-Potter-Wikis z.B. hier – sucht euch eine davon aus und vermerkt es entsprechend in eurer Anmeldung.

Die Wahl der Loge

Jedes Ordensmitglied ist gleichzeitig auch Mitglied einer der Logen des Ordens. Sie definieren ein Hauptaufgabengebiet bzw. eine besondere Befähigung oder ein besonderes Interesse des einzelnen Mitglieds. Als Neu-Mitglied gibt es eine gewisse Eingewöhnungszeit von einem Jahr, in der das Mitglied sich orientieren und sich danach für die Zugehörigkeit zu einer Loge entscheiden kann. Logen können auch (unter Angabe eines guten Grundes und nach Antrag beim Ordensrat) gewechselt werden.

Wo komme ich her – wo will ich hin?

Euer Charakter kann verschiedenen Spielziele haben, die er oder sie versucht, auf einer unserer Veranstaltungen zu erreichen. Das kann z.B. das Lösen des Plots oder das Genießen der Atmosphäre unter den einzelnen Charakteren sein – aber euer Charakter kann sich natürlich auch ehrgeizigere Ziele gesteckt haben. Die Führungsriege des Ordens ist fast vollständig ausgelöscht und muss neu besetzt werden. Vielleicht bietet sich hier die Chance für die eine oder andere ehrgeizige Person, sich endlich in einer Position wiederzufinden, die dem eigenen Können gebührt und von der aus man endlich die Geschicke anderer kontrollieren kann? Es muss ja nicht immer gleich die Weltherrschaft sein, aber jeder fängt ja mal klein an…

Vom Gewande, das einem Magus geziemt

In der Welt der Hexen und Zauberer ist es auch nicht anders als in der Realität: It´s all about fashion, baby!
Wir spielen in den 40ern und euer Charakter sollte auch entsprechend aussehen. Zwar sind im Deutschland der Nachkriegszeit nicht unbedingt die neusten Modelle aus Paris an der Tagesordnung, aber Hexen und Zauberer haben ja auch andere Möglichkeiten des Reisens und der Herstellung von Kleidung. Ob das jetzt original 40er-Schnitte sind, ist nicht so wichtig – ihr könnt euch genauso gut an den 30ern bedienen oder die besonders moderne Hexe trägt vielleicht schon die Schnitte der frühen 50er… Eurer Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt, ihr solltet aber schon ein bisschen nach „It´s vintage, darling!“ aussehen. Und natürlich sollte auch das ein oder andere Kleidungsstück, dass euch als Hexe oder Zauberer auszeichnet nicht fehlen – sei es ein Cape, ein extravaganter Spazierstock oder passende Verzierungen auf eurem 40er Jahre-Chanelkostüm. Denn obwohl Hexen und Zauberer dazu angehalten sind, sich in der Welt der NiMas den Gepflogenheiten der Mode anzupassen um dem Geheimhaltungsgebot nachzukommen, so sind sie doch auch oft ein exzentrisches Völkchen, dass sich das ein oder andere extravagante Zauberer-Detail nicht verkneifen kann…

Unverzichtbar – wie eigentlich überall im LARP, bei Zauberern aber nochmal ganz besonders – ist das sog. „Doofe-Hüte-Credo“: Keine Hexe und kein Zauberer, die oder der etwas auf sich hält, wird ohne eine entsprechende Kopfbedeckung das Haus verlassen – schon gar nicht in den 40ern. Und natürlich darf ein Zauberstab nicht fehlen.

Charaktere weiterentwickeln

Wie bereits im Hintergrund zur Kampagne erklärt, möchten wir euch dazu einladen, eure Charaktere über mehrere Veranstaltungen hinweg zu spielen und sie im Laufe des Spiels weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht um das Ansammeln von Punkten oder Fähigkeiten, wobei euer Charakter durchaus auch dazu lernen kann. Es geht vielmehr um die Verknüpfung des Charakters mit anderen Charakteren, das Verfolgen von Zielen innerhalb und außerhalb des Ordens und das Beeinflussen des Spielgeschehens und ggf. auch des Meta-Plots. Aber natürlich dürft ihr auch bei jeder Veranstaltung einen neuen Charakter spielen, das ist ganz euch überlassen.

Ein Wort zum Thema Rassismus/Sexismus

Wir bemühen uns, in all unseren Spielen keine Rassismen oder Sexismen zu reproduzieren und erwarten von euch, dass ihr das genauso handhabt. Aus diesem Grund herrscht in der Welt der Hexen und Zauberer – im Gegensatz zur Welt der NiMas – Gleichberechtigung unter den Geschlechtern und Ethnien. Alle magiebegabten Menschen, egal welchem Geschlecht sie sich zuordnen oder nicht zuordnen, sind gleich berechtigt und ebenso ist es egal, wie sie aussehen.

Der Rassismus in den Werken von J.K. Rowling (Beispiel: „Schlammblüter“ versus „reinblütige Zauberer“ etc.), der sich ja als ziemlich zentrales Thema durch alle ihre Bücher und Filme zieht, bezieht sich auf fiktive Unterschiede zwischen Lebewesen und hat in diesem Sinne nichts mit der realen Welt und einem real existierenden Machtgefälle und damit verbundenem Rassismus zu tun. Aus diesem Grund darf diese Art von fiktivem Rassismus als Spielelement verwendet werden.